6.10. bis 29.10. 2017 Vitalwelt und Kurpark

 

KARL JAKOB SCHWALBACH

RETROSPEKTIVE 1957-2017

DER MENSCH UND SEIN WERK

 

Bei Skulpturen ist es wie bei Menschen, der erste Eindruck zählt. Bedeutende Werke, wie die Monumentalpferde aus geschweißten und geschliffenen Edelstahlplatten, verdienen die Würdigung eines Künstlers, dessen Lebenswerk weit über die Grenzen Oberbayerns bekannt ist.

Die Chronologie großformatiger, überwiegend monochromer Linolschnitte, Holzschnitte und Lithografien ist beeindruckend. Zahlreiche Maquetten in Bronze zeigen kulturelle Lebens- und Glückssymbole.

(M.A.)

 

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Karl Jakob Schwalbach

1937 In Frankfurt am Main geboren.

Kriegswaise. 

Pflegekind bei der Großtante in Rommerz, einem Rhöndorf. Mit sieben Jahren bei einem Bauern in Büchold in Unterfranken Stallarbeit bei Kühen und Pferden.

Das „Pferd“ begleitet spätere bildnerische Arbeiten.

1946 Sechs Jahre lang Pflegekind bei dem Dorfpfarrer und Kunstsammler Aloys Renkel im katholischen Pfarrhaus in Rockenberg/Oberhessen.

1952-56 Lehren als Wachszieher in Mainz, als Wachsbildner in München.

Eröffnung einer Werkstätte für Wachskunst und Kerzen in München-Waldtrudering.

1956 Reisen nach Süd- und Mittelfrankreich (Pyrenäen, Massif Central, Burgund)

1957-64 Studium der Bildhauerei bei Professor Josef Henselmann an der Kunstakademie in München. Meisterschüler, Abschluss-Diplom. Arbeit in den Werkstätten für Lithografie und Radieren.

1959 Erste Ausstellung im Haus der Kunst, München, der weitere über Jahre folgen.

1960-61 Reisen nach Ägypten, Sudan, Türkei, Iran, Afghanistan, Indien und Pakistan.

1962-63 Spanisches DAAD-Stipendium für die Escuela Massana in Barcelona, Metalltreibtechnik, Druckgrafik und Goldschmieden.

Ausstellung im Deutschen Kulturinstitut in Barcelona.

Reisen zu den Höhlenzeichnungen in Altamira und Andalusien und zu den Felszeichnungen in Jütland und Norwegen.

1963 Erster Verkauf einer Linolschnittauflage an die Wissenschaftliche Buchgesellschaft in Darmstadt.

Gründung des „Münchner Grafikzirkels“ mit Karl Imhof.

1964 Holzschnittserie „Kreuzweg“

1966 Heirat mit der Schmuckdesignerin und Malerin Hannelore Kampmann (Eifel, Oppenheim am Rhein)

Weitere Studienreisen zu den Höhlenzeichnungen in Nordspanien und Südfrankreich.

1972 Umzug von München-Au in die Anderlmühle im Mangfalltal bei Valley in Oberbayern.

Erlernen der Steinbearbeitung in den Muschelkalkbrüchen von Kirchheim bei Würzburg und in den Granitbrüchen von Hauzenberg in Niederbayern.

Aneignung der Schweißtechnik in den Edelstahlwerken Buderus in Wetzlar.

1983-93 Betrieb einer selbstgebauten Bronzegießerei in der Andermühle.

Seit 1964 Zahlreiche Auftragsarbeiten für die „Kunst im Öffentlichen Raum“.

 

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